Dienstag, 28. Mai 2013

Tomaten Ruccola Salat




Dieser Salat ist zwar kein usbekischer Salat, aber frische Tomaten und Ruccola harmonieren sehr gut mit den usbekischen Speisen wie Kazan Kebab, Palov, Schaschlik und anderen köstlichen Gerichten.
Die Zubereitung ist denkbar einfach. In 10 Minuten ist der Salat fertig und man kann ihn frisch genießen. Eine gute Abwechslung für Sommertage.
Hier ist das Rezept (BITTE KLICKEN): Tomaten Ruccola Salat

Montag, 27. Mai 2013

Wie macht man Qazi (Kazy) ?



Sie kennen mit Sicherheit den Spruch "Wer suchet der findet". Da steckt schon eine Menge Wahrheit drin… Im Ausland vermisst man des öfteren die heimischen kulinarischen Delikatessen. Man versucht immer bei einen Bekannten, der zufällig in die Heimat fliegt ein Paar dieser Produkten, wie getrocknete Früchte, Yoghurtbällchen oder auch das Qazi zu bestellen. Qazi ist eine zentralasiatische Variante von Pferdewurst. Leider ist die Einfuhr von Fleisch- und Milchprodukten aus "gesundheitlichen Gründen" ja strengstens untersagt. Ein paar Leute versuchen immer trotzdem etwas mitzubringen. Also was tun? Na einfach nach alternativen Produkten suchen und mit ein wenig Fantasie die Produkte selber machen.
Auf der Suche nach Ersatzprodukten ist es ja sehr vorteilhaft in Berlin zu wohnen. Man kann finden was das Herz begehrt, oder sehr einfach bestellen. Auch Exotisches und Seltenes kann man finden.
Für Leute aus Zentralasien, ist Qazi einer der unverzichtbaren Delikatessen. Also habe ich beschlossen meine Qazi selber herzustellen. Als erstes musste Pferdefleisch her. Ich habe gleich auf Anhieb einige Pferdemetzgereien gefunden und mir Pferdefleisch bestellt.
Übrigens können Sie auf der Seite http://www.pferd-und-fleisch.de erfahren, wo man Pferdefleisch kaufen kann. Ich verstehe nicht, wieso in Deutschland der Konsum von Pferdefleisch als so verwerflich angesehen wird. Aus medizinischer Sicht ist der Genuss von Pferdefleisch sogar empfehlenswert. Es hat einen geringeren Fettanteil, ist cholesterinarm, hat viele Vitamine, ist reich an Aminosäuren, Eisen und ungesättigten Fettsäuren. Daher ist es vorteilhaft um Herz- Kreislauferkrankungen zu vermeiden. Daher sollten Sie diese gesunde Fleisch-Alternative unbedingt mal probieren.
Hier ist das Rezept (BITTE KLICKEN): Wie macht man Qazi (Kazy) ?

Yog'li kulcha




Den Duft von frisch gebackenem Brot… hmm… wer liebt das nicht. In Usbekistan haben daher die meisten traditionell gebauten Häuser mit einem Innenhof unbedingt einen Tandir. Das ist ein spezieller runder Backofen aus Ton, der sich nach oben in einer Halbkugel schließt. Eine halb-seitliche Öffnung im oberen Bereich gibt den Zugang zum Inneren des Ofens.
In der Regel wird der Tandir mit Holzkohle beheizt. Das Brennmaterial muss aber schon 1-2 Stunden vor dem Backen vorgeheizt werden, bis es genügend Hitze hat und bereit zum Backen ist. Der Tandir-Ofen ist gut geeignet für Non-Brote, Somsa und einen Tandir-Kebab
In Tandir gebackenes Fladenbrot kann man vom Geschmack nicht mit zu Hause gebackenem Brot vergleichen.
Früher wurde zu Hause mindestens einmal in der Woche Brot gebacken. Heutzutage ist vielen der Zeitaufwand einfach zu groß. Viele Öfen sind zudem Modernisierungsmaßnahmen zum Opfer gefallen. Die Wohnungen in den Städten bieten ohnehin nicht so eine Möglichkeit.
Wenn man aber durch Usbekistan reist findet man in den ländlicheren Regionen, in den nach traditionellem Muster gebauten Häusern noch diese Öfen. Dort wird diese Tradition weitergeführt. Meist leben dort mehrere Generationen unter einem Dach und die Oma's und Mütter sind wahre Meister im Brot backen.
Ich freue mich immer wenn ich solche Familien und Häuser besuche. Es ist Schade, dass schöne Traditionen nicht gebührend gepflegt und seltener weiter geführt werden.
Meine Familie kommt ursprünglich aus Osh, das heute in Kirgisien liegt. Meine Eltern sind aber schon sehr früh nach Tashkent gezogen. Als meine Oma noch lebte, haben wir Sie öfters mit der ganzen Familie besucht. Das war immer eine ziemlich lange Autofahrt. Oma war eine ganz kleine und zierliche alte Frau. Als wir ankamen, hat sie gleich angefangen Brot zuzubereiten. Ich war erstaunt, wie sie mit ihren kleinen Händchen so unglaublich geschickt diese große Masse an Teig stundenlang geknetet hat, und das, obwohl sie damals schon fast 80 war. Der Teig musste dann einen Tag lang ruhen. Am nächsten Morgen hat dann dieser wohlige Duft vom frisch gebackenem Brot "Yopgan Non" uns geweckt. Wir hatten zum Frühstück dieses knusprige und schmackhafte Brot mit Kaymak (eine Art Mascarpone) genossen. Wenn man ja einmal anfangen hat, so ein frisch gebackenes Brot zu essen, können Sie ja gar nicht mehr aufhören, bis das ganze Brot aufgegessen ist.
Ein solches Brot ist auch der "Yogli Kulcha". Es wird mit Milch und Butterschmalz vorbereitet.

Hier ist das Rezept (BITTE KLICKEN): Yogli-Kulcha

Mittwoch, 22. Mai 2013

Sabzavotli Dimlama (Vegetarischer Dimlama)



Dimlama bedeutet übersetzt lange gegartes, geschmortes Gemüse mit Fleisch.
Das klassische Dimlama wird als Schmorgericht mit Fleisch (egal ob Lamm, Rind oder Huhn) und viel Gemüse, wie Kartoffeln, Möhren, Rettich, Kohl, Tomaten und Zwiebeln vorbereitet.
Alle Zutaten werden Schicht für Schicht übereinander gelegt und der gut verschlossene Topf ca. 1 Stunde lang auf kleiner Flamme gekocht. Viele usbekische Gerichte sehen bei uns auf dem ersten Blick sehr kompliziert und in der Vorbereitung schwierig aus, was aber eigentlich nicht stimmt. Eine dieser Gerichte ist das Dimlama. Die Zubereitungszeit ist durch das lange kochen länger, aber eigentlich tut es das ja von selbst. Man muss eigentlich ausser dem geschickten Schichten nicht viel machen.
Dimlama ist ein tolles leichtes Gericht, was sich auch prima saisonal verändern lässt. Sie können praktisch jedes Gemüse, was Sie persönlich bevorzugen nehmen. Von allem lässt sich eine leckere Dimlama zubereiten. Es schmeckt mit, aber auch als fleischlose Variante hervorragend. Also ideal für alle die keine schweren Gerichte mögen oder auf Diät sind.
Im Gegensatz zu hier, ist bei uns die Verfügbarkeit von Gemüsearten immer noch stark saisonal schwankend, daher war es bei uns immer üblich auf das Gemüse zurückzugreifen, was zur Zeit angeboten wurde. Das machte viele Gerichte wandelbar.
Meine heutige Dimlama-Variante ist weit von einer klassischen Dimlama entfernt. Später werde ich Ihnen auch eine klassische Dimlama zeigen. Ich habe mich heute für eine vegetarische Version mit Quitten entschieden. Probieren Sie das mal aus, vielleicht finden Sie auch gefallen daran :-)
Hier ist das Rezept (BITTE KLICKEN):  Sabzavotli Dimlama

Dienstag, 21. Mai 2013

Mastava (Gemüse-Reis Suppe)



Wenn Sie mich nach typischer und meist gekochter usbekischer Hausmannskost fragen, werde ich bestimmt ohne zu überlegen "Mastava" nennen. Mastava ist unsere Gemüsesuppe mit Reis, meist mit Yoghurt serviert. Ähnlich dem Eintopf in Deutschland, ist Mastava eine relativ einfache Suppe in Usbekistan.
Mastava wird ausnahmslos zu jeder Jahreszeit gekocht und kommt im Winter wie auch Sommer gut an.
Wenn die Mütter nicht viel Zeit haben und schnell was für die Familie zubereiten müssen, fällt die Wahl schnell auf Mastava. Man braucht dafür wenig und kann alles nehmen, was man irgendwie als Reste im Kühlschrank hat. Ideal wenn man mal keine Zeit oder Lust zum einkaufen hatte.
Für eine Mastava reicht da schon die halbe Möhre, die halbe Kartoffel oder irgendwelche anderen Gemüsereste, die man in den Untiefen des Kühlschranks findet. Natürlich kann man auch eine fleischlose Variante zubereiten. Es passt immer, sogar wenn Sie nur noch ein paar Zwiebeln als Gemüse und ein wenig trocken Brot übrig haben. Was ich damit sagen will ist, das Sie Mastava variabel ist und Sie gut improvisieren können. Mit verfügbaren und saisonalen Zutaten lässt sich der Geschmack verfeinern und variieren.
Mastava ist für mich immer das Essen meiner Kindheit. Da wurde es sehr oft bei uns zu Hause gekocht. Bei uns fangen ja die Mädchen meist schon so mit 9-10 Jahren an in der Küche auszuhelfen. Das beginnt meist so mit Gemüse schälen und mit kleineren Küchenarbeiten an. Dabei schaut man der Mama über die Schulter und lernt meist so kochen (Die Töchter sollen ja schon in jungen vorbereitet sein auf ihre zukünftige Rolle - ob sie wollen oder nicht ;-)
Bei vielen Mädchen - so auch bei mir - fängt das Kochen mit einer Mastava an. Ich weiss noch wie stolz ich war, als ich der Familie mein erstes selbstgemachtes Mastava servieren durfte. Ich glaube ich habe dabei von Ohr zu Ohr gegrinst. Und als alle mit großem Appetit die Suppe aufgegessen habe und ich Lob von der Mama und den anderen Familienmitgliedern bekam, fühlte ich mich gleich wie ein Erwachsener. Ich muss immer schmunzeln wenn ich daran denke. Jetzt steht meinen kleinen Nichten das gleiche bevor.
Es gibt bei uns praktisch keinen, der Mastava nicht kennt oder nicht kochen kann. Es gibt natürlich wie bei allen Gerichten große regionale Unterschiede, was den Geschmack angeht. In Ferghana mag man es ein wenig pikanter mit kleinen Chili und statt Pflanzenöl nimmt man schon mal gerne Schwanzfett vom Lamm. In Namangan (auch im Ferghana-Tal) wird der Gastgeber Ihnen den Reis getrennt von der Mastava servieren. Den Reis geben Sie dann selbst dazu. Immer wird dabei eine Piyale selbstgemachter Yoghurt serviert.
In der Khorazm-Region wird dagegen eine viel leichtere Varianter zubereitet. Wundern Sie sich auch nicht, wenn Sie bei einer usbekischen Familie schon zum Frühstück Mastava serviert bekommen. Denn in vielen Regionen gehört Mastava einfach zu einem Frühstück dazu. Also universeller kann eine Suppe kaum sein.
Ich schlage Ihnen vor, dass Sie es einfach mal selbst probieren und sehen:-)
Hier ist das Rezept (BITTE KLICKEN):  Mastava (Gemüse-Reis Suppe)

Honigstangen mit Sonnenblumenkernen


Wenn Sie durch Usbekistan reisen und ein wenig das Alltagsleben beobachten, werden Ihnen an vielen Ecken, Basaren, an irgendwelchen Gebäuden oder an Haltestellen die zahlreichen Straßenverkäufer auffallen. Diese sitzen meist auf winzigen Stühlen und verkaufen Zigaretten, getrocknete Yoghurtbällchen, Bonbons, geröstete Sonnenblumenkerne, Zuckerstangen, Kaugummis oder aber auch die Honigstangen mit Sesam- oder Sonnenblumenkernen.
Als wir noch Kinder waren gab es nicht so eine große Auswahl an Süßigkeiten wie man sie heute vorfindet. Für uns waren damals diese Honig-Zuckerstangen das absolute Highlight. Für 5 Kopeken gab es die Zuckerstangen und wenn man etwas mehr - also 10-20 Kopeken - zahlen konnte, gab's die Variante aus Honig mit wahlweise Sesam- oder Sonnenblumenkernen. Um die Kinderherzen zu begeistern hatten die extrem süßen Zuckerstangen die Form eines Hahnes oder anderer Tiere. Hmmm… haben wir diese geliebt… Die hatten für uns den gleichen Stellenwert wie heute Bounty, Snickers oder Mars…
In den Schulpausen rannten wir Kinder schnell nach draußen und suchten die um die Ecke sitzenden Straßenverkäufer die schon mit einer vollen Süßigkeitenauslage warteten. Wir Kinder waren verrückt danach. Wenn ich zum Einkaufen zum Basar geschickt wurde, bettelte ich bei meinen Eltern um ein wenig Kleingeld, damit ich eine dieser Honigstangen kaufen konnte.
Obwohl es heutzutage eine Riesenauswahl an exotischen Süßigkeiten gibt, die man überall und zu jeder Tageszeit an den übervollen Kiosken kaufen kann, wird man doch immer noch an vielen Ecken eben diese Verkäufer finden, die uns diese altbekannte und süße Honig-Zuckerstangen mit Sesam- oder Sonnenblumenkernen verkaufen :-)
Ich denke, dass ich heute irgendwie meinen nostalgisch gestimmten Tag habe. Wenn man wie ich länger im Ausland lebt, wird man glaube ich ein wenig emotionell und erinnert sich an vielleicht unwichtige aber schöne Dinge von Damals.
Was lag da näher als dem Geschmack der Kindheit nachzugehen und diese Süßigkeiten selber zu machen. Ich muss ehrlich zugeben, dass ich es von der Optik nicht ganz genauso hingekriegt habe, aber geschmacklich habe ich die Honigstangen doch schon gut getroffen. So kaue ich jetzt genüsslich an diese Stangen während ich das schreibe.
Hier ist das Rezept (BITTE KLICKEN):  Honigstangen mit Sonnenblumenkernen

Sonntag, 12. Mai 2013

Chalop (kalte usbekische Yoghurtsuppe)



Usbekistan Reisende sind oftmals erstaunt über die unglaubliche Hitze, die es manchmal an den heissen Sommertagen gibt. Obwohl das Wetter durch die trockene Hitze zur Überraschung vieler Touristen, eigentlich ganz gut verträglich ist, leiden doch einige unter diese Temperaturen.
Oftmals hat man dann keinen Appetit, man ist wählerisch und vieles mag man einfach nicht essen. Umso besser wenn es eine gute Alternative für diese Sommertage gibt, nämlich Chalop - unsere leichte Yoghurt-Suppe. Mit frischen Kräutern zubereitet ist es nicht nur für Vegetarier eine gute Wahl. Man kann von dieser Suppe auch einen größeren Topf zubereiten und 2-3 Tage lang genießen.
Die Zubereitung ist denkbar einfach und Sie brauchen wirklich nur 20 min. für diese leckre Suppe. Statt Yoghurt oder Suzma, können Sie auch Buttermilch nehmen.
In Usbekistan wird allerdings Chalop nicht als eigenständiges und vollwertiges Essen angehehen, sondern eher als Vorspeise zum Hauptessen.
Hier ist das Rezept (BITTE KLICKEN):  Chalop (Kalte Yoghurt Suppe)